Das Torhausfestival

Das Torhausfestival fand vom 1. bis zum 23. Juni 2019 auf dem Flughafengelände rund um das ehemalige Pförtner*innenhaus des Flughafengebäudes statt und wurde von den Initiativen Torhaus-Initiative, THF-Vision und dem gemeinnützigen Verein Mehrwertvoll e.V. ausgerichtet.

Da sich das Flughafengebäude THF normalerweise wenig einladend präsentiert, ging es den Veranstalter*innen vor allem darum, THF - oder zumindest einen kleinen Teil davon - durch das Torhausfestival zu einem freundlichen und lebendigen Ort zu gestalten, um im Kleinen zu zeigen, was bald auch im Großen möglich sein soll: Das Flughafengebäude mit viel Engagement und Liebe zu einem Ort für alle werden zu lassen. Das Torhausfestival stand damit unter den Leitgedanken der Aktivierung, Sichtbarmachung und Öffnung des Gebäudes.

Das Themenspektrum des dreiwöchigen Festivals präsentierte sich in allen Farben des Regenbogens. Von Workshops wie "Digitale Selbstverteidigung" oder "DIY Sound Hacking" über gemeinsame „Denkmähler“ und Diskussionsrunden bis hin zum Abschluss in Form einer Feldparade wurden die Besucher*innen vor allem eingeladen, den Ort zu erleben und zu entdecken, um ihn vielleicht zukünftig aktiv mitzugestalten. Dahinter steckte die Grundidee: Alles, was zum Thema zukunftsfähiges Leben in der Stadt passt, passt auch zum Torhausfestival. Wer sich für die Veranstaltungen und Geschehnisse rund um das Torhausfestival interessiert, kann im  THF-Blog von Mehrwertvoll e.V. stöbern und alles noch einmal nachlesen.

Parallel wurde an Formaten gearbeitet, die Beteiligung ermöglichen und auch nach dem Torhausfestival fortbestehen. Während des Festivals wurden unterschiedliche stadtpolitische Gruppen in experimentellen Formaten zusammengebracht, um einen lebendigen Diskurs zu anzuregen. So zum Beispiel beim Zukunftsworkshop THF, der Akteur*innen aus Politik, Stadtgesellschaft, Verwaltung, dem Kreis der Mieter*innen und Initiativen dazu einlud, eine gemeinsame Zukunftsvision für das Flughafengebäude zu entwickeln.

Das Festival war somit die Initialzündung für einen fruchtbaren Partizipationsprozess, durch die bereits Konzepte erarbeitet, Beziehungen geknüpft und experimentelle Räume geschaffen werden konnten, die das Fundament der zukünftigen Entwicklung des Flughafengebäudes bilden könnten. Die offene Gemeinschaft, die sich so vernetzt hat, trifft sich aktuell jeden Mittwoch im Torhaus. Die Türen des ehemaligen Pförtner*innenhäuschens stehen selbstverständlich auch nach dem Festival weit offen – wer mitmischen möchte, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.

(Autorin: Irina Christiani)